Verein für soziales Leben e.V.
Klimaschutz schafft Arbeitsplätze
In vielen Pressemitteilungen ist zu lesen, dass Klimaschutz Arbeitsplätze vernichte und der Arbeitslosigkeit Vorschub leiste. Gerade die Langzeitarbeitslosen, die Empfänger von Hartz IV Bezügen, also von Arbeitslosengeld 2, seien davon betroffen. Diese Argumentation ist nicht haltbar. Im Gegenteil: Arbeitslosigkeit wird vermieden und Arbeitsplätze werden geschaffen, wenn in moderne, umweltschützende Technologien investiert wird, beispielsweise in Motoren mit einen Minimalverbrauch an Kraftstoff. Klimaschutz kann also die Arbeitslosigkeit mit dem Arbeitslosengeld Hartz 4 mildern und beseitigen helfen. Die Regelungen zum ALG 2 könnten so bald der Vergangenheit angehören.
Und ganz aktuell: der Jobboom durch das Klimaschutzpaket
Das Klima- und Energiepaktet der Bundesregierung von Juni 2008 könnte einer Studie zufolge bis zum Jahr 2020 eine halbe Million zusätzlicher Arbeitsplätze schaffen. Das Bundesumweltministerium hat die Studie zu den ökonomischen Folgen des Klimaschutzes bei vier Forschungsinstituten in Auftrag gegeben. Grundlage der Studie ist das Ziel der Regierun, den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 % zu senken. Deutschland werde dadurch weniger abhängig von Rohstoff-Importen, etwa durch die Sanierung von Häusern oder den Ausbau erneuerbarer Energien. Importe werden durch inländische Wertschöpfung ersetzt. Dies seinen Strutkureffekte, die positive Auswirkungen für die Wirtschaft Deutschlands haben wird, so die Studien.
Arbeitslosigkeit schadet dem Klimaschutz
Auf einem anderen Blatt steht die Tatsache, dass eine hohe Arbeitslosigkeit nicht gut für den Klimaschutz ist. Dieser Zusammenhang ist empirisch untersucht worden und sofort einleuchtend: wenn jemand den ganzen Tag über zu Hause ist, wird mehr geheizt und höhere Emissionen entstehen. Wenn diese Menschen hingegen in häufig ohnehin zu beheizenden gewerblichen Gebäuden, deren Heizungstechnik häufig aufgrund gewinnorientierter Kostenminimierung der Unternehmen wesentlich effizienter ist, arbeiten, liegt es nahe, dass ein Teil des Energieverbrauchs im Haushalt eingespart wird. Eine komplette Kompensation durch die Beheizung der Arbeitsplätze ist auch schon durch die Vielzahl der Freiluftjobs ausgeschlosen. Dies alles ist ein zusätzliches Argument dafür, dass wirtschaftliches Wachstum und die einhergehende Vollbeschäftigung keinen Widerspruch zum Umweltschutz darstellen.