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Klima-Konferenz auf Bali

Die internationale Klima-Konferenz vom 03.-14.12.2007 ist auf der indonesischen Insel Bali eröffnet worden. Die Klimapolitiker (bis zu 10.000!) tagen in Nusa Dua, einem Dorf aus der Retorte im Süden Balis - zwei Wochen lang. Die Klimakonferenz soll den Weg für ein neues Klimaabkommen frei machen. Ihr Ergebnis ist offen.

Auf Bali entscheidet sich die Zukunft des internationalen Klimaschutzes.

Ein Erfolg würde bedeuten, dass sich die Staaten verabreden, Verhandlungen für ein neues Klimaabkommen aufzunehmen, womöglich bis 2009. Ein hervorragender Erfolg wäre, wenn bereits Vorgaben erarbeitet werden würden, wie das neue Abkommen aussehen soll.

Gastgeber Indonesien hat eine schwere Aufgabe. Indonesien wird durch Rachmat Witolear, seinem Umweltminister vertreten. Er leitet die Welt-Klimakonferenz.

Das Problem liegt darain, die richtigen Worte für die Ziele zu finden. Und die Ziele dürfen sie nicht so hoch sein, dass Schlüsselstaaten wie die USA, China oder Indien nicht mit ins Klima-Boot steigen. Es hängt nicht unerheblich von Witolears Geschick ab, welchen Weg der Klimaschutz nimmt - und ob er besser wird als mit dem bisherigen Kyoto-Abkommen.

Vor zehn Jahren trafen die Umweltminister in Kyoto ein globales Abkommen. Darin verpflichteten sich die Industriestaaten, ihre Emissionen im Schnitt um 5,2 % zu senken, die EU versprach 8 % -  bis 2012. Im Jahre 2012 läuft das Kyoto-Protokoll aus.

Kyoto war eine Pinoniertat: zum ersten Mal verpflichteten sich die Staaten der Welt zu festen Zielen für den Klimaschutz. Doch das Abkommen hatte große Mängel. Schon seinerzeit war klar, dass5 % weniger an klimaschädlichen Emissionen weniger in den Industriestaaten das Klima kaum retten. Vor allem dann nicht, wenn Länder wie China grenzenlos wachsen. Des weiteren stieg der größte CO2 -Verschmutzer, die USA, aus dem Abkommen aus, gefolgt von Australien.

So etwas soll nicht noch einmal geschehen. Exakt zum 1. Januar 2013 soll ein neues Abkommen in Kraft treten, das weit ehrgeizigere Ziele enthalten soll.Dieses Klimaabkommen soll die USA ebenso einbinden wie die großen Schwellenländer, etwa China oder Indien. Es kam bisher nicht oft vor, dass eine Klimakonferenz unter solchem Erfolgsdruck steht wie die auf Bali. Der Druck der Öffentlichkeit, uns swe Druck der Tatsachen ist so groß wie nie zuvor.

Die Klimakonferenz 2006 in Nairobi wurde ohne Ergebnis beendet. Doch seither ist einiges geschehen. So hat eine Serie von Berichten des internationalen Wissenschaftler-Gremiums IPCC hat alle Klimasorgen bestätigt.

Die EU hat sich verpflichtet, bis 2020 ein Fünftel weniger zu emittieren als noch 1990 - und zwar ohne Einschränkungen, ohne wenn und aber. Auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm haben sogar die USA zugestimmt, innerhalb der Vereinten Nationen ein neues Abkommen auszuhandeln.
Bei einer Sonderkonferenz der UN im September in New York unterstrichen mehr als 70 Staats- und Regierungschefs, dass sie in Bali einen Erfolg dringend wünschen. “Dieses Treffen hat uns in eine neue Ära getragen”, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach der Zusammenkunft in New York. “Die Nationen sind bereit, Bali zu einem Erfolg zu machen.”

Das Problem ist: jeder Staat definiert auf Bali jeder den Erfolg anders. Die USA wollen zwar neuerdings auch ein Klimaabkommen, aber ohne festgelegte Minderungsziele für Treibhausgase. Sie möchten das Klima auf ihre Weise schützen: mit Vorgaben für einzelne Bereiche, für Öko-Energien, für Energieeffizienz - aber die Wirkung ist fraglich. Große Schwellenländer wie China und Indien bekennen sich zunehmend zwar zu ihrer Mitverantwortung für den Klimaschutz, wollen aber erst einmal ernsthafte Schritte der Industrieländer sehen. Nicht unverständlich.

Aber ganz ohne ihre Beteiligung wird es kein neues Klimaabkommen, das auf Bali vorbereitet werden soll, geben. Die Europäer nehmen eine Vorreiterolle ein: sie wollen feste Minderungsziele, weil sie auf flexible nicht vertrauen - und weil ansonsten ihr wirkungsvollstes Instrument, der Handel mit 2-Emissionsrechten, zusammenbräche. Die Situation ist unübersichtlich: Die Europäer definieren das Ziel, die Amerikaner den Weg. Und Chinesen und Inder wissen vor allem, was sie nicht wollen. Aber alle wissen, dass die Zeit sich nicht aufhalten läßt.
Die Staaten der Erde müssen sich damit auseinandersetzen, wie sie mit den Folgen und Kosten des Klimawandels klar kommen. Gastgeber der Klima-Konferenz, Indonesien, hat die Folgen bereits sehr deutlich zu spüren bekommen: 24 Inseln des Staates sind bereits weggeschwemmt.

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 5. Dezember 2007 um 12:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter Klimawandel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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Ein Kommentar zu “Klima-Konferenz auf Bali”

  1. nina schmidt

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Der Text ist ja sehr interessant, doch könnten Sie bitte näher beschreiben was denn genau die Ziele der Klimakonferenz sind?

    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen

    Nina Schmidt

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