Klimawandel weit weg?
Jeder spricht über den Klimawandel, über schmelzende Gletscher, Wirbelstürme, Dürren, steigenden Meeresspiegel. Das alles klingt bedrohlich, aber die direkten Auswirkungen auf Deutschland halten sich in Grenzen.
Dennoch auch bei uns sind Veränderungen sichtbar, die einen negativen Einfluss auf die Gesundheit vieler Menschen haben. Ist der Winter zu warm, so breiten sich neue Krankheitserreger, Insekten, Infektionen und allergieauslösende Pflanzen schnell aus. Nehmen wir das Unkraut Ambrosia, das ursprünglich in Nordamerika zu Hause war. Es breitet sich nach Angaben des Berliner Klinikums Charité rasend schnell in Deutschland aus und wurde bereits in den Pollenflugkalender für Deutschland aufgenommen. Ohne Immuntherapie führt Ambrosia bei Betroffenen zu Asthma. Auch Olivenpollen und Pollen von Glaskraut werden in den nächsten Jahren besonders im Süden Deutschlands zu den Allergenen gehören, die bisher in Deutschland unbekannt waren.
Auch Infektionskrankheiten, die eigentlich in den Tropen beheimatet sind, werden nach Deutschland kommen. So hat man in Deutschland bereits die Laven von Tigermoskitos entdeckt. Diese Stechmücke ist Überträger gefährlicher Krankheiten wie Denguefieber oder Gelbfieber. Da neue feuchtwarme Wetter hierzulande schafft vertretbare Lebensbedingungen für den Tigermoskito. Auch Malaria bekommt Chancen in Deutschland. Malaria wird zwar eigentlich nur von der Anophelesmücke übertragen, doch die Uni Heidelberg hat nachgewiesen, dass auch einheimische Mücken die Tropenkrankheit übertragen können.
Tags: Ambrosia, Gelbfieber, Gletscher, Klimawandel, Malaria, Tigermoskito
Der Beitrag wurde am Samstag, den 7. Juni 2008 um 12:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter Klimawandel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.Bitte Bookmarken:




