Eis am Nordpol schmilzt rasant
Das Meereis am Nordpol schmilzt in diesem Jahr 2008 deutlich stärker als bisher prognostiziert. Im August erklärten Klimaforscher von der Uni Hamburg, seit einigen Tagen habe es einen so starken Rückgang des Eises gegeben, dass bereits jetzt dir Vorjahres Vergleichswert erreicht sei. Die Talsohle folge aber noch. Im September 2007 war die geringste Eisbedeckung seit Beginn der Satellitenaufzeichnung vor 36 Jahren festgestellt worden. Die Beobachtungen werden von dem Eisbrecher Polarstern bestätigt, der sich zur Zeit in der Nordwestpassage des Nordpols aufhält.
Nach den wissenschaftlichen Berechnungen sind derzeit rund um den Nordpol ca 6,1 Millionen Quadratkilometer Meeresoberfläche von Eis bedeckt. Im Jahr 2007 habe die Eisfläche 5,8 Millionen Quadratkilometer betragen. Die Schmelzperiode hält normalerweise bis Mitte September an. Der Rekordtiefstand dürfte bei eitwa 4,7 Millionen Quadratkilometern Eisfläche des Vorjahres erreicht werden. In den 1990er Jahren wurden zum Ende des arktischen Sommers noch Wert um 8 Millionen Quadratkilometer gemessen. Seither nimmt die sommerliche Eisbedeckung ständig ab.
Der Meereisexperte der Uni Hamburg wertet die täglichen Satellitenaufnahmen aus der Arktis aus. Die Vorhersage der Eisentwicklung nimmt eine internationale Forschergruppe vor. Dieser sog. “Sea Ice Outlook Report” ging bislang von einer moderaten Eisschmelze im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre aus. Warum sich der Rückgang der Eisfläche in den vergangenen 14 Tagen derart beschleunigte, ist unklar.
Tags: Arktis, Eisschmelze, Nordpol
Der Beitrag wurde am Freitag, den 15. August 2008 um 14:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter Klimawandel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.Bitte Bookmarken:




